Heimatstube Frenke

Auf ca. 400 m² in langen Jahren zusammengetragene Dinge 

von früher und ganz früher.

 

Textilien der letzten 120 Jahre

Heimatarchiv, Kalender- und Schulbuchsammlung

Gegenstände aus Land- und Hauswirtschaft

Handwerkliche Gegenstände

Bodenfunde der Ur- und Vorgeschichte

Spielzeug, Militaria u.v.a.m.

Jährlich wechselnde Sonderausstellungen

 

Wilhelm Hölscher

Frankestr. 8

31860 Frenke

Tel. 05157 / 263

 

Bitte für Besichtigungen der Heimatstube einen Termin verabreden. 

Größer Gruppen bitte nach besonderer Vereinbarung.

Hier finden Sie die Heimatstube Frenke: Klick mich!

 

Link zur Homepage der Heimatstube Frenke.

 


 

Heimatstuben Besuchermagnet am Internationalen Museumstag

08.05.2011 11.00 - 18.00 Uhr Heimatstuben Frenke

 

 

 

In jedem Jahr kann Wilhelm Hölscher in seiner Frenker Heimatstube wieder zahlreiche Besucher am internationalen Tag des Museums begrüßen.

 

 

Unterstützt von Sohn Cord und Enkel Martin werden zahlreiche Führungen abgeboten durch die Welt der Exponate, die der Heimatforscher in Jahrzehnten gesamelt hat.

 

 

Auf einem Flohmarkt rund um die Frenker Kirche können die Gäste dann selbst ihrer Sammelleidenschaft frönen. Auch für leibliche Wohl ist mit Bratwurst vor dem Museum auf dem Hof Hölscher gesorgt. Kaffee und leckeren selbstgebackenen Kuchen gibt es in der alten Frenker Schule.

 

 

 

 

 


 

Bundesverdienstkreuz für den Frenker Wilhelm Hölscher

 

Dem Emmerthaler Wilhelm Hölscher bekam am Freitag, dem 4. Dezember 2009 aus dem Händen von Landrat Rüdiger Butte das Bundesverdienstkreuz verliehen. Seit frühester Jugend hat sich der 1932 in Frenke Geborene um die Bewahrung heimischen Kulturgutes verdient gemacht. Seine Heimatstube in Frenke ist ein kleines, aber feines Museum, dass auch bei Wissenschaftlern immer wieder großes Interesse findet. Exponate aus der Sammlung von Wilhelm Hölscher waren schon in zahlreichen Ausstellungen, auch über die Grenzen Deutschlands hinaus, vertreten.

 

 


 

Frenker Heimatstube erzählt spannende Geschichten aus vergangenen Tagen

 

 

Wilhelm Hölscher, dieser Name steht für ein ganzes Leben voller Leidenschaft für die Heimatkunde. 1932 in Frenke geboren, war er schon als Jugendlicher voller Begeisterung für die Kulturgeschichte seiner Vorfahren und hat angefangen zu sammeln, was heute als Exponate für Ausstellungen weit über die Landkreisgrenzen hinaus begehrt ist. Am 04. Dezember 2009 erhielt Wilhem Hölscher das Bundesverdienstkreuz für seine Verdienste um die Bewahrung heimischen Kulturgutes.

 

Ins Bewusstsein gerückt ist das Hobby des Landwirts für die Öffentlichkeit im Mai 1998, als die „Heimatstuben“ in Frenke eingeweiht wurden. „Angefangen haben wir mit zwei Zimmern und dann ist jedes Jahr eines dazu gekommen. Doch nun ist die Grenze des Machbaren erreicht.“, erzählt Wilhelm Hölscher, dessen Sammelleidenschaft inzwischen über 400 qm füllt, auf denen nur ein Teil der in die Tausende gehenden Exponate ausgestellt sind. „Das Vorhaben ein Museum zu eröffnen, hatte ich schon mit 16. Als mein Großvater Friedrich Hölscher starb, wurden die beiden Leibzuchtzimmer im Haus frei. Aber ehe ich das dann realisieren konnte, mussten eine Tante und der Großvater mütterlicherseits aufgenommen werden und dann war das erstmal wieder hinfällig.“ Aber das Interesse und der Traum blieben. Von seinen Alterskameraden in der Führung der Niedersächsischen Landjungendortsgruppe damals als rückständig verspottet, ließ sich der junge Wilhelm nicht beirren und „rettete“ so manches Stück bäuerlichen Kulturgutes, was in der Wirtschaftswunderzeit in die Schuttkuhle sollte. Aber auch beim Arbeiten auf dem Feld hielt er schon früh seine Augen offen. Als er mit 16 beim Ackern auf dem Eggenzinken eine Bronzeschnalle fand, brachte er diese zu Lehrer Henke nach Börry, der sofort den Wert des Fundes erkannte. Später arbeitete der Hobbyarchäologe Hölscher dann mit Prof. Seedorf in Springe zusammen und besuchte Lehrgänge an der Heimvolkshochschule in Goslar. In der jüngeren Zeit hat der Hamelner Archäologe Joachim Schween einen Großteil seiner Bodenfunde, die bis in die Steinzeit zurückgehen, wissenschaftlich ausgewertet und katalogisiert.

 

Die spannenderen Geschichten können allerdings die zahlreichen Möbel und Geräte aus Heim und Küche, die Trachten, um die sich Ehefrau Ute kümmert, das alte Kinderspielzeug und die unzähligen Schriften erzählen, die darauf warten, von den Besuchern entdeckt zu werden. Wer hat denn schon mal einen Blick auf die Dewezet aus dem Jahr 1935 werfen können, in der Frenke als das „Tischlein deck Dich“-Musterdorf zum Test von damals modernen Haushaltshelfern beschrieben wird? Daneben warten allein 22.000 Postkarten, Tausende Postsonderstempel und Kalender, alte Handwerkerrechnungen und, und, und. Unmöglich alles aufzuzählen, was nach Frenke lockt, wenn man sich ein wenig für die Kulturgeschichte unserer Gegend interessiert. Doch nicht nur die unzähligen Exponate können Geschichten erzählen. Stunden mit Wilhelm Hölscher, der aus seiner Lebensgeschichte erzählt, vergehen wie im Fluge. „Ein sehr beeindruckendes Erlebnis war für mich das Reichsentedankfest 1937 auf dem Bückeberg. Zu Fuß ging es mit der Mutter und der Schwester dorthin und ich sehe heute noch die vielen Menschen vor mir.“ Aber die Jugend im beschaulichen Frenke war nicht nur unbeschwert. Mit 11 Jahren schon den Vater verloren, bewirtschaftete ein Nachbar den Hof mit, bis Wilhelm mit 18 das Anwesen, dessen Existenz sich bis zum 30jährigen Krieg zurückverfolgen lässt, übernahm. „Zur Zeit der Währungsreform 1948 machte ich grade meine Landwirtschaftslehre auf einem Hof in Herkensen. Von den 40,- DM Startkapital, die es damals für jeden gab, habe ich mir später bei Steiniger in Hameln einen Drehbleistift und einen Füllfederhalter gekauft.“ Eine weitere große Leidenschaft seit frühen Jahren ist die Schnitzkunst, auf die man überall im Haus der Hölschers trifft. 

Es gäbe noch so viel, was über Wilhelm Hölscher und seine Heimatstuben zu erzählen wäre. Aber das kann er bei einem Besuch dort viel besser selbst machen. Nach Voranmeldung sind Besucher stets gern gesehene Gäste. Ein lohnendes Ziel für einen Ausflug.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Allersheimer

 

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